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Kenia - Safaris, Strände und Abenteuer

 

REISEBERICHT
Meine Reise führte mich zunächst an die Nordküste Kenias. Die Hotels sind vom Flughafen Mombasa recht schnell erreicht, und ich staunte auf dem Weg vom Flughafen zu meinem ersten Übernachtungshotel Severin Sea Lodge nicht schlecht über das bunte Treiben und die vielen vielen Menschen auf den Straßen! Bunte und aufgemotze "Matatus", eine Art Sammeltaxi, womit die Kenianer von A nach B fahren, sausten an uns vorbei. Dazwischen flitzten unzählige ebenso bunte Tuk Tuks über die Straßen! Was für ein Durcheinander! Touristen wird übrigens von diesen beiden Fortbewegungsmitteln dringend abgeraten!

        

Die Severin Sea Lodge sollte für zwei Nächte mein Quartier sein. Ein herrlicher Strand ist direkt vor dem Hotel und die Beachbar des Hotels begrüßte mich mit Schaukeln anstatt mit Barhockern! Willkommen in Afrika!
Das Essen war übrigens in allen Hotels, die ich besucht habe, sehr gut und schmackhaft. Ich esse in fernen Ländern meist nach der Regel "Peel it, cook it or forget it" ("koch es, pell es oder vergiss es"), womit ich immer sehr gut fahre. Den Magen habe ich mir auf meiner Reise also nicht verdorben! Die Getränkepreise an den Hotelbars sind sehr human, Alles Inklusive also nicht unbedingt erforderlich.
Besucht habe ich außerdem die Hotels Bahari Beach und Voyager Beach.
Außerdem unternahm ich einen Ausflug zum Haller-Park. Aus einem ehemaligen Steinbruch hat der schweizer Naturwissenschaftler Dr. René Haller hier ein Blumen- und Tierparadies entstehen lassen. Interessant, aber wenn man wie ich im Anschluss noch eine Safari unternimmt, ist der Besuch vom Haller Park nicht unbedingt ein Muss.

Nach zwei Nächten im Strandhotel ging es mit leichtem Gepäck auf Safari! Denken Sie daran, dass hier keine Koffer mitgenommen werden. Ich habe für die Safari einfach eine Sporttasche mit in meinen Koffer gepackt, sodass ich einfach die notwendigen Sachen für die Safari umpacken konnte.
Früh am Morgen erwartete uns bereits der Safari-Minibus an der Hotelrezeption. Unser Driver-Guide verstaute unser Gepäck im kleinen Kofferraum und rumpelten los Richtung Tsavo Ost. Der Weg führt über eine schier endlose Landstraße, - die Hauptverbindung zwischen Mombasa und Nairobi. Da Mombasa über einen großen und modernen Hafen verfügt, wird diese Strecke auch von extrem vielen LKWs frequentiert. Und da die Kenianer wohl zur Raserei neigen, ist die komplette Strecke alle paar hundert Meter mit "Drempeln" versehen! LKWs und auch die Safari-Busse sind vom Gesetz her im Tempo stark gedrosselt. Wir schockelten also im ewigen Stop & Go über die Landstraße zum Nationalpark Tsavo Ost.

      


Nach etwas mehr als drei Stunden und einer kurzen Rast an einem großen Souvenir-Geschäft erreichten wir schließlich das Eingangstor zum Nationalpark. Die Nationalparkgebühren sind in aller Regel bei gebuchten Safaris bereits im Reisepreis eingeschlossen. Ansonsten kann man spätestens hier die Nationalparkgebühren zahlen. Unser Guide öffnete direkt das Klappdach unseres Safari-Busses, sodass wir im Stehen tolle Fotos machen konnten. Im Park wechselte die asphaltierte Drempel-Strecke direkt in eine Sandpiste. Jetzt wussten wir erst mal, was wir an der asphaltierten Drempel-Straße hatten! :-)
Kurz hinter dem Eingangstor sahen wir in der Ferne schon eine Herde Elefanten, was uns alle direkt schwer beeindruckte! Bis zur Arusha Ashnill Lodge fuhren wir etwa noch 1,5 Stunden durch den Park und entdeckten schon etliche Tiere. Sogar Nilpferde waren dabei!


Nach dem Bezug unserer Zimmer ging es auch schon los zur Sundowner-Pirschfahrt. Dass wir so viele Tiere sehen werden haben wir alle nicht erwartet. Am beeindruckendsten für uns alle waren wohl die roten Elefanten, die wir ganz nah an unseren Fahrzeugen hatten. Rot sind sie deshalb, weil sie sich nach dem Baden mit der roten Erde des Tsavo Ost ordentlich einstäuben. Ein tolles Bild! Weiterhin sahen wir Giraffen, Büffel, Löwen, Warzenschweine, Antilopen, Zebras, Hyänen und vieles mehr! Ein echtes Abenteuer und eigentlich ein Muss für jeden Kenia-Urlauber!
Am nächsten Morgen gab es zum Sonnenaufgang noch eine Pirschfahrt, bevor es für uns nach dem Frühstück zurück nach Mombasa ging.

Eine Nacht Safari kann man ab etwa 269 € buchen. Neben den Tsavo Ost gibt es noch Tsavo West, Shimba Hills, Amboseli und einige weitere Nationalparks, wo man eine Safari unternehmen kann. Am beeindruckendsten ist sicherlich die Massai Mara, wo im Sommer alljährlich die große Tierwanderung stattfindet.

Wieder in Mombasa angekommen setzten wir mit einer Fähre zur Südküste über. Ich wunderte mich, wie viele Menschen, Tiere und Fahrzeuge auf eine einzige Fähre passen, und das diese immer noch schwimmt! Die Fähren sind extrem stark frequentiert und fahren immer zwischen den beiden Häfen hin und her. Derzeit ist wohl eine neue Straße als Alternativstrecke in Bau,  sodass vielleicht bald nicht mehr alle Urlauber, die zur Südküste möchten, mit der Fähre übersetzen müssen.
Nach recht kurzer Fahrt hinter dem Fährhafen kommen auch schon die Hotels der Südküste.

Wenn die Strände der Nordküste schon schön waren, so sind die Strände der Südküste einfach unbeschreiblich - traumhaft - wunderbar! Man muss sie mit eigenen Augen sehen! Also auf nach Kenia!! :-)

Auf mich warteten zwei Nächte im Hotel Diani Sea Resort. Dieses Hotel wird, wie auch die Schwesternanlage Diani Sea Lodge, von einer Deutschen Familie geführt, die selber auf dem Hotelgelände wohnt. Toll ist, dass die Gäste beider Anlagen die jeweils andere Hotelanlage durch einen schönen Strandspaziergang besuchen können, und dort auch das Alles Inklusive-Programm an der Bar nutzen dürfen. So hat man direkt ein Ziel, wenn man den traumhaften Strand entlang wandert.

Die letzten beiden Nächte meiner Entdeckungsreise in Kenia verbrachte ich schließlich im Baobab Beach Resort. Die Anlage war früher mal ein ROBINSON-Club, und ist bei vielen Deutschen Gästen daher sehr bekannt. Die unterschiedlichen Hotelteile erstrecken sich in einer traumhaften Gartenanlage. Wie es sich für einen früheren Club gehört, gibt es hier ein großes Theater, ein Beachvolleyballfeld, ein perfekt ausgestattetes Fitnessstudio usw.. Auch ein Infinity-Pool darf hier nicht fehlen!

Während meines Aufenthalts an der Südküste habe ich noch die Hotels Swahili Beach, Southern Palms Beach, The Sands at Nomad und the Maji Beach Boutique Hotel besucht!
Außerdem stand noch ein Schnorchelausflug nach Wasini Island an. Es handelt sich um ein Naturschutzgebiet, welches nur nach einer extrem abenteuerlichen Fahrt über unbefestigte Straßen zu erreichen ist. Vom Diani Beach fährt man rund zwei Stunden über eine holprige Piste. Anschließend geht es mit einer nicht sehr vertrauenserweckenden Dhau (typisch kenianisches Boot) nochmal 1,5 bis 2 Stunden über den Indischen Ozean in Richtung Wasini Island, in der Hoffnung unterwegs Delphine zu entdecken. Wir haben leider keine Delphine gesehen. Das Riff, an dem wir letztendlich zum Schnorcheln im offenen Meer ankerten, hat mich auch nicht wirklich überzeugt. Es gab zwar recht viele Fische und wir haben auch direkt eine Schildkröte gesehen, aber das Riff war insgesamt in einem sehr schlechten Zustand. Da gibt es im Indischen Ozean viel schönere Schnorchelreviere, - vielleicht sogar nicht weit von Ihrem Hotel entfernt! Ich würde diesen Ausflug meinen Kunden nicht empfehlen, zumal die Tour mit über 100 € nicht preiswert ist. Und die Anfahrt über die Buckelpiste könnte Ihnen den Magen umdrehen oder den Rücken ruinieren ;-))

Ich denke nun einen guten Überblick über die Hotels an der Nord- und Südküste bekommen zu haben, und freue mich darauf dass für Sie passende Hotel anbieten zu können!
Wenn Sie Lust bekommen haben dieses spannende und erlebnisreiche Land mit seinen freundlichen und sprachtalentierten Einwohnern selber kennen zu lernen, so freue ich mich sehr auf Ihre Anfrage!
Nadine Spronk-Jaensch

Hier noch ein paar Informationen:

SPRACHE
Keine Sorge, die zweite Amtssprache ist Englisch und wird wirklich von jedermann gesprochen! Somit ist die Kommunikation in Kenia wirklich kein Problem, sofern man ein paar Brocken Englisch beherrscht...In vielen Hotels wird aber tatsächlich auch Deutsch gesprochen! Das liegt nicht zuletzt daran, dass an der Nord- und Südküste Kenias viele Hotels im Privatbesitz deutscher Familien sind. Außerdem sind die Kenianer offenbar wahre Sprach-Genies, wie mir ein Hotelier auf meiner Reise verriet: Kommt eine neue Nationalität als Touristen nach Kenia, so dauert es nicht lange, und die im Tourismus arbeitenden Kenianer beherrschen diese Sprache. So sprechen selbst viele Beachboys neben Suaheli und Englisch auch Deutsch, Französisch und Polnisch!

DEVISEN
Bezahlt wird mit dem Kenianischen Shilling, wobei auf meiner Reise auch überall Euro in bar akzeptiert wurden! Es muss also nicht zwingend Geld gewechselt werden, was ansonsten aber an der Hotelrezeption schnell gemacht ist.

EINREISE
Für die Einreise nach Kenia benötigen Deutsche Staatsbürger neben einem Reisepass auch ein Visum. Dies kann online auf der Seite der Kenianischen Botschaft erworben werden, oder alternativ momentan auch noch am Flughafen bei der Einreise in Mombasa. Allerdings wird hiervon abgeraten...
Bei Buchung in unserem Reisebüro sind wir natürlich gerne bei den Einreiseformalitäten behilflich.

IMPFUNGEN
Derzeit sind keine Impfungen für Kenia vorgeschrieben. Nur wenn Sie aus einem Gelbfiebergebiet einreisen, müssen Sie eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Der in Europa empfohlene obligatorische Impfschutz ist natürlich auch hier sinnvoll.
In Kenia gibt es immer wieder Malaria-Fälle. Hierfür gibt es heute gut verträgliche Präparate oder Stand-By-Mittel. Am besten ist jedoch ein gut wirksamer Mückenschutz, gerade in den Abendstunden, denn tagsüber sind die Moskitos nicht aktiv. In der Regel verfügen alle Hotelbetten über ein Moskitonetz, sodass Sie in der Nacht gut geschützt sind.

PLASTIKTÜTEN
Die Einfuhr von Plastiktüten ist in Kenia übrigens streng verboten! Eine tolle Maßnahme zum Schutz der Umwelt von der Kenianischen Regierung! Beim Einkaufen in Kenia bekommt man Tüten aus einer Art Zellulose-Stoff, der biologisch abbaubar ist. Wiederverwendbare kleine Kosmetikbeutel für das Handgepäck sind von dieser Regelung nicht betroffen.

BEACHBOYS
An den Stränden Kenias, gerade an den großen Hotels, werden Sie bereits von den vielen Beachboys erwartet. Die meisten sind sehr nett, aber am Ende können sie einem doch ziemlich auf die Nerven gehen. Dann hilft am besten sie zu ignorieren, und sie werden auch bald in Ruhe gelassen werden. Sollten Sie etwas kaufen wollen, handeln Sie gut! Sie brauchen kein schlechtes Gewissen haben, - man wird Ihnen nichts unter Preis verkaufen...

  

BADEN
Kenia hat traumhaft schöne Puderzucker-Sandstrände! Bedenken Sie jedoch, dass es starke Ebbe und Flut gibt. An den meisten Stränden geht das Wasser bei Ebbe extrem weit zurück, sodass Schwimmen nur noch sehr eingeschränkt möglich ist, während bei Flut teilweise der komplette Strand überflutet ist.

SPORT
Kenia ist bekannt zum Schnorcheln und Tauchen. Die meisten Hotels haben eine eigene Tauchschule. Auch Surfen und Kitesurfen ist sehr beliebt und im Trend!
Viele Hotels verfügen auch über ein Fitnessstudio. Am Ende meiner Reise musste ich jedoch feststellen, dass diese nur in den wenigsten Hotels vorzeigbar sind. Offenbar ist die Nachfrage der Gäste hiernach nicht sehr hoch...

        

AFFEN
Es ist schon ein putziger Anblick die vielen Affen, die quasi alle Hotelanlagen an Kenias Küste bevölkern, zu beobachten. Doch vorsichtig: Es sind wilde Tiere! Streicheln und füttern ist strengstens verboten, und daran sollten Sie sich auch halten. Und passen Sie immer gut auf Ihre Sachen auf: Die putzigen Tierchen sind clever, dreist und neugierig. So konnte ich beobachten, wie ein Affe den Cocktail eines Hotelgastes klaute und genüsslich austrank. Und wenn Sie Ihre Zimmertüre nicht richtig verschließen, helfen Ihnen die Affen auch gerne dabei den Koffer auszuräumen! Zuckertütchen und der Inhalt der Minibar sind außerdem begehrte Trophäen der Affen! Das Hotelpersonal ist in den meisten Hotels mit Steinschleudern bewaffnet, um die Affen aus den Restaurants und Gästebereichen halbwegs fern zu halten...